Die gut besuchte Parteiversammlung der Schweizerischen Volkspartei (SVP) Oetwil am See befasste sich mit den Vorlagen für die Gemeindeversammlung vom 3. Februar. Die Diskussion ergab klar, dass das schon seit Jahrzehnten eingezonte Grundstück an der Bergstrasse einer Überbauung zugeführt werden soll. Die Analyse der Wohnbauten in der Gemeinde Oetwil am See ergibt einen Mangel an altersgerechten Eigentumswohnungen an zentraler Lage für etwas gehobenere Ansprüche. Das zeigt sich an den in den letzten Jahren recht zahlreich weggezogenen Personen des Mittelstandes, die hier ein Einfamilienhaus bewohnten und früher zum Teil öffentliche Ämter ausgeübt hatten. Da in der Gemeinde schon sehr viele Mietwohnungen vorhanden sind, spricht sich die SVP entschieden für ein Konzept mit vorwiegend Eigentumswohnungen aus.  Da diese Wohnungen auch marktgängig sein müssen, ist es wichtig, dass sie zu angemessenen Preisen angeboten werden können. Das spricht für die vom Gemeinderat beantragte Umzonung. Zugleich dürfte dabei als willkommener Nebeneffekt für das Gemeindeland ein höherer Verkaufspreis realisierbar sein. Die von der „Initiative schöner Wohnen in Oetwil in einer Gartensiedlung“ angestrebte Überbauung vermag die Zielsetzungen für eine Bereicherung des Wohnangebotes im Dorfzentrum nicht zu erfüllen. Diese Variante der Überbauung verlangt von der Gemeinde zudem den vorherigen Bau einer aufwändigen Erschliessung. Die Initiative nimmt auch keine Rücksicht auf den involvierten privaten Grundeigentümer. Das könnte sich auf die Erschliessung der Gesamtüberbauung nachteilig auswirken. Aus diesen Gründen beschloss die SVP fast einstimmig, die Initiative abzulehnen und den Antrag des Gemeinderates für die Umzonung zu unterstützen.